Ist ein Salzleckstein für mein Pferd nötig?

Bekommt ein Pferd nicht genügend Salz, kann es an Durstlosigkeit oder einer schlechten Verdauung leiden. Abgesehen von Alpenwiesen liefern die meisten Koppeln nicht genügend Mineralien, um die fehlenden Salze auszugleichen.

Salze und Mineralien sind – wie beim Reiter – für den Kreislauf des Pferdes unerlässlich. Besonders wenn das Pferd durch viel Bewegung schwitzt, steigt der Bedarf an Mineralien. Daher hängt fast jeder Pferdebesitzer einen Salz- oder Mineralleckstein in die Box seines Pferdes.

Aber ist ein Salzleckstein gut für das Pferd?

Eigentlich ist ein Salzleckstein eine gute Idee, solange einige Dinge beachtet werden:

Ihr Pferd sollte selbst entscheiden können, wann es Salz zu sich nehmen mag und wann nicht. Daher ist es wichtig, den Leckstein so zu hängen, dass das Salz nicht automatisch im Futter landet. Beißt Ihr Pferd gelegentlich von dem Stein ab, ist es wahrscheinlich übersäuert und nimmt das Salz als Ausgleich. Dann füttern Sie mehr Heu oder ziehen Sie einen Tierarzt zu rate.

Wenn Ihr Pferd einen Salzleckstein in der Box hat, muss es ständig an Wasser kommen können. Der Stein sollte an der Wand befestigt und leicht auf Abnutzung zu beobachten sein. So können Sie den Bedarf gut überwachen. Fohlen sollten Sie die ersten 6 Monate von dem Stein fernhalten, da die empfindliche Verdauung des jungen Tieres das noch nicht verträgt. Hängen Sie den Stein einfach außer Reichweite des Fohlens auf.

Viele Pferdebesitzer greifen zum Himalaya- Salzleckstein, doch der ganz einfache Salzleckstein ist genauso gut für Ihr Pferd geeignet. Welchen Ihr Pferd lieber mag ist natürlich Geschmacksache. Von aromatisierten Steinen sollten Sie jedoch lieber absehen, da diese nicht genügend Mineralien enthalten und nur zum Naschen da sind. Sie enthalten oft zu viel Zucker, daher tun Sie Ihrem Pferd mit einer Möhre oder einem Apfel einen größeren Gefallen.

Tipp: Legen Sie Salzlecksteine nicht direkt in den Trog; das Salz kann mit dem Material des Trogs reagieren und ihn beschädigen.

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Quellen & Dank an: www.wege-zum-pferd.de www.pferdeforum.com, www.horse-gate-forum.com, www.reitsport-duus.de, www.cavallo.de -n.h.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – mit einer guten Versicherung erst recht!

Für Reiter, die als glückliche Besitzer durch den Wald galoppieren und mit dem Partner über Stock und Stein reiten, gibt es nichts Schöneres als diese Momente. Doch wehe dem, der plötzlich im Graben liegt und im hohen Bogen vom Pferd fliegt, weil es scheute oder sich erschreckte. Sobald man als Reiter am Boden liegt, verliert man zwangsläufig die Kontrolle über das Pferd. Und schon ist ein großes Gefahrenpotenzial gegeben. Das Pferd kann dann frei und zügellos etliche Unfälle verursachen, die zum Teil für Mitmenschen lebensbedrohlich enden können.

Nur mit einer guten Versicherung im Rücken kann und sollte man als Tierhalter und Pferdebesitzer dementsprechend abgesichert agieren. Sie schützt zwar nicht vor dem Fall vom Pferd, doch kann bei Sachbeschädigungen und Personenschäden, die durch ein Pferd geschehen sind, besonders aus finanzieller Sicht äußerst hilfreich sein. Aber auch bei Krankheiten eines Pferdes kann eine dementsprechende Absicherung Gold wert sein, denn, wenn einmal das Pferd erkrankt, kann das innerhalb weniger Stunden richtig teuer werden und alle Ersparnisse auf einen Schlag vertilgen und darüber hinaus.

Haftpflicht – Unfall- und Krankenversicherungen für Pferde

Es gibt eine sehr große und spezifische Auswahl an unterschiedlichen und speziellen Versicherungen für Pferde. Denn eine simple Haftpflicht kann zwar im Falle eines Schadens greifen, doch, wenn es sich um die Erstattung von Behandlungskosten in der Tierklinik handelt, nutzt sie nichts. Hier sind beispielsweise Krankenversicherungen für Pferde die beste Wahl. Die Konditionen der einzelnen Anbieter sollte man sich allerdings vor Vertragsabschluss genaustens durchlesen und unter die Lupe nehmen. Denn auch hierbei gibt es diverse Unterschiede und Abgrenzungen in Bezug auf Haftung und Kostenübernahmen. Denn wird das Pferd beispielsweise in eine Tierklinik gebracht und muss sich dort einer Kolikoperation oder einer ähnlichen OP unterziehen, nutzt im Allgemeinen eine simple Krankenversicherung für das Pferd in der Regel nichts. In diesem Fall müsst im Vorfeld eine spezielle OP-Versicherung abgeschlossen sein.

Haftpflicht ist Pflicht?

Wer sich ein Pferd hält, sollte auf jeden Fall eine Haftpflichtversicherung für sein Tier abschließen. Denn schon allein der Gang zur Weide oder zur Reithalle kann gefährlich werden, wenn sich das Pferd urplötzlich losreißt, sich erschreckt und im wilden Galopp davonrennt. Hier sind Unfallpotenziale en masse gegeben. Es rennt in ein Auto, beschädigt es oder schlimmer noch, rennt kopflos auf die Straße und verletzt dabei Passanten. Das Pferd beißt beim Satteln in eine Decke oder den Sattel des Nachbarn oder es zerkaut einen Trensenzaum aus Leder. Es bricht durch einen Zaun und verletzt dabei andere Pferde, und und und. Die Kosten, die durch solche und andere unvorhersehbare Aktionen und Schädigungen entstehen, sind enorm und können in Windeseile explodieren. Die Haftpflicht greift in der Regel dann, wenn das versicherte Pferde Schaden an Gegenständen Dritter verursacht hat.

Krankenversicherung und OP-Versicherungen

Die Krankenversicherung übernimmt grundsätzlich die Kosten, die als jeweilige Position und Kondition im Vertrag vereinbart und fixiert wurden. Die Höhe der Kostenübernahmen und auch die einzeln deklarierten Posten, um welche Behandlungen es sich im Einzelfall handelt, sollten genaustens in den jeweiligen Verträgen studiert werden. Denn sind die Anfahrtskosten der Tierärzte inbegriffen, die Kosten für Vorsorgebehandlungen, wie Impfungen, Wurmkuren oder ähnliche Kosten ebenfalls? Oder, inwieweit werden die Kosten von Nachbehandlungen übernommen und welche Vorerkrankungen werden ausgeschlossen? Diese Punkte und vieles mehr sollte man berücksichtigen. Bei OP-Versicherungen werden grundlegend alle Kosten, die in Zusammenhang mit einer Operation des Pferdes bestehen, übernommen. Aber auch hierbei gibt es differenzierte Auflistungen, um welche Operationen es sich bei der Kostenübernahme handelt. Auch die Nachsorgekostenübernahme ist meist zeitlich begrenzt.

Fliegen auf natürliche Art vertreiben

Welcher Pferdehalter kennt es nicht? An heißen Sommertagen wird das arme Tier von Fliegen, Bremsen, Kriebelmücken und Zecken gepiesackt. Diese Tierchen sind nicht nur nervig für Pferd und Reiter, sie können auch Ursache für verschiedene Krankheiten sein. Im Folgenden haben wir daher ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt, um der Invasion der Krabbeltiere vorzubeugen und Ihrem Liebling entspannte sonnige Tage auf der Weide zu ermöglichen.

Fliegensprays für Pferde

Fliegensprays sind eine einfache und wirkungsvolle Methode, Pferde vor den Plagegeistern zu schützen. Doch Vorsicht! Viele herkömmliche Sprays sind im Grunde hochgiftig. Sie enthalten chemische Stoffe, wie z.B. Deithyltoluamid, Icaridin oder Permethrin, die allesamt starke Nebenwirkungen haben und zudem der Umwelt schaden können.

Stellen Sie stattdessen Ihr eigenes tier- und umweltfreundliches Fliegenspray her: Dazu mischen Sie einfach 500ml Fellpflegemittel oder Bio-Apfelessig mit 500 ml Wasser und geben noch etwa 200ml Schwarzkümmelöl hinzu. Sie können auch noch einige Tropfen anderer ätherischer Öle dazunehmen, wie z.B. Thymian, Rosmarin, Citronella, Neemöl, Geranienöl oder Teebaumöl (Die Öle erhalten Sie übrigens in der Apotheke oder im Reformhaus). Die Mischung dann kräftig schütteln. Zunächst sollten Sie das Spray an einzelnen Stellen am Körper des Pferdes testen, um sicher zu gehen, dass keine Allergien vorliegen. Sieht alles gut aus, kann das Pferd damit 1-2 mal am Tag eingesprüht werden. Für den Kopf des Pferdes können Sie etwas von dem Spray auf die Hände sprühen und damit vorsichtig über die Ohren fahren. Das schreckt die Plagegeister ab und pflegt gleichzeitig juckende Stellen. Sparen Sie aber bitte Sattel- und Gurtlage aus, denn sonst entsteht durch die Reibung beim Reiten Hitze, die zu Verbrennungen führen kann.

Shampoo für Pferde

Pferdemist Kompostwürmer

Fliegen, Zecken und andere Tierchen lieben den Schweißgeruch Ihres Pferdes und werden davon angezogen. Waschen Sie also Ihr Pferd regelmäßig mit einem natürlichen Shampoo.

Kompostwürmer fressen Pferdemist

Beginnen Sie am besten bei den Hufen und arbeiten sich dann langsam vor, damit das verschwitzte Pferd nicht vom kalten Wasser einen Kreislaufkollaps bekommt.

Sauberkeit auf der Weide und im Stall

Entsorgen Sie regelmäßig die Pferdeäpfel, denn diese ziehen Fliegen geradezu magisch an. Sorgen Sie dafür, dass insbesondere der Stall regelmäßig gut gelüftet wird. Beim Putzen des Stalls empfehlen wir effektive Mikroorganismen. Auch Tränken und Futtertröge müssen immer wieder gut gereinigt werden. Zusätzlich können Sie ein paar natürliche Fliegenfallen aufstellen.

Weitere hilfreiche Tricks

Fliegenmaske für Pferde

Vertreiben Sie die Fliegen, indem Sie beim Reiten ein Fransenband an den Stirnriemen anhängen. Oder probieren Sie es mit einer sogenannten Fliegenmaske, die besonders beim Weidegang geeignet ist.

Viele Pferde ziehen sie nach einer Weile freiwillig und gerne an, weil sie merken, dass diese Masken ihre empfindlichen Augen und Nüstern vor den fiesen Plagegeistern schützen. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Liebling noch ein paar schöne Sommertage mit viel Sonne und ohne fiese Plagegeister!

Der PVC Vorhang im Pferdestall

Ein PVC Vorhang gehört mittlerweile für immer mehr Pferdebesitzer und ihre Tiere zum Alltag. Kein Wunder! Immerhin bieten die PVC Streifen viele Vorteile. So stellt ein entsprechender Vorhang weit mehr als einen klassischen Sichtschutz dar! Auch gerade auf funktionaler Ebene unterstreichen die besonderen „Stallaccessoires“ einen hohen Anspruch.

Ein PVC Vorhang als schützende „Stalltür“

PVC Vorhänge werden in der Regel direkt im Stall- bzw. Boxeingang platziert. Hier schützen die entsprechenden Vorrichtungen die Tiere unter anderem vor…:
• Zugluft
• extremen Temperaturen
• Mücken und Co..
Durch die Installation der Vorhänge kann das Wohlbefinden der Pferde damit auf besondere Weise gesteigert werden.

Besonders ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die beliebten PVC Elemente sowohl im Offenstall als auch mit Hinblick auf einen klassischen Durchgang installiert werden können. Die verschiedenen Elemente lassen sich auf besonders komfortable Weise an die Gegebenheiten vor Ort anpassen und stellen den Nutzer im Zuge der Fixierung vor keine großen handwerklichen Herausforderungen.

So gewöhnt sich das Pferd an den PVC Vorhang

Auch wenn ein klassischer PVC Vorhang für den Menschen einen recht unscheinbaren Eindruck vermitteln mag, so ist die Wahrscheinlichkeit dennoch hoch, dass die Tiere zunächst ein wenig Zeit brauchen, um sich an das neue „Accessoire“ in ihrem Zuhause zu gewöhnen.
Hierbei erweist es sich als besonders vorteilhaft, dass der Vorhang aus mehreren Streifen besteht. Sinnvoll ist es daher, circa jeden zweiten Tag einen Streifen mehr aufzuhängen und das Pferd so langsam an die Installation zu gewöhnen. Wie immer gilt es hierbei, das betreffende Tier zu beobachten. Gegebenenfalls brauchen manche Pferde einen Tag länger, um die neuen Umstände im Stall zu akzeptieren. In der Regel stellt eine Umgewöhnung hier jedoch absolut keine große Herausforderung dar.

Eine einfache Installation und ein hoher Nutzerkomfort

Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren PVC Streifenvorhang ideal an die Verhältnisse (und Abmessungen) vor Ort anzupassen. Somit stellen weder Installation noch Pflege und Reinigung eine große Herausforderung im Stallalltag dar. So werden die entsprechenden Elemente einfach an den hierfür vorgesehenen Haken eingehängt und verfügen dann über ausreichend Flexibilität, um sich an die Bewegungen der Tiere anzupassen.

Selbstverständlich bestehen sowohl Hakenleiste als auch Montagependel aus rostfreiem Edelstahl, so dass einer langen Haltbarkeit und einem hohen Maß an Stabilität nichts mehr im Wege steht.

Was kostet ein Pferd?

Pferdeblick
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Nach einigen Jahren des aktiven Reitsportes ist es oftmals der Wunsch eines jeden Reiters ein eigenes Pferd zu besitzen. Leider zählt ein Pferd zu den teureren Varianten der Tierhaltung. Deshalb ist es immer wichtig, sich im Vorfeld der Anschaffung darüber klar zu werden, inwieweit das Pferd das Budget belastet.

Ein Preis für das Tier selbst kann pauschal nicht benannt werden. Pferdekosten sind je nach Rasse, Zucht, Abstammung oder Eignung sehr unterschiedlich. So könnte ein Pony beispielsweise 500 Euro, eines der weltbesten Pferde bis zu 5 Millionen Euro kosten. Sie sehen also, dass die Preisspanne ziemlich beeindruckend sein kann.

Die „Grundausstattung“

Bevor Sie sich überhaupt mit dem Kauf des Tieres selbst befassen, müssen zunächst einmal die Grundvoraussetzung für die Pferdehaltung erfüllt sein. Wichtig ist es hier, den Preis für Reitausstattung und Pflegezubehör nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein Sattel von hoher Qualität kann leicht bis zu 3.500 Euro kosten,… ohne Steigbügel und Gurt. Hinzu kommen natürlich noch Pflegeutensilien wie Bürsten und Zubehör wie Zaumzeug. All das kann nochmals mit 3.000 Euro zu Buche schlagen.

Laufende Pferdekosten

Nach der Anschaffung des Pferdes werden die laufenden Kosten aktuell. Die entsprechende Liste startet mit der Unterbringung des Tieres. Stallmieten können je nach Lage, Größe und Versorgung mit bis zu 600 Euro zu Buche schlagen. Dabei wäre die Unterbringung im Pensionsstall in der Regel mit 300 bis 600 Euro am teuersten, allerdings profitiert Ihr Pferd hier von einer Komplett-Versorgung, Ausmisten des Stalls und täglichem Herausbringen auf die Koppel.

In Offenstallhaltung liegen die Kosten bei 100 – 250 Euro, allerdings sind hierbei deutlich weniger Leistungen inbegriffen. Hinzu kommen dann noch die Kosten für den Hufschmied, die alle sechs bis neun Wochen anfallen und bei circa 15 Euro für das Ausschneiden, über 30 Euro für Teilbeschlag bis zu 100 Euro für Vollbeschlag liegen.

Außerdem muss Ihr Pferd medizinisch, beispielsweise im Zusammenhang mit einer Impfung oder Wurmkur, versorgt werden. Diese Kosten lassen sich zwar gut einplanen, aber: bei ernsthaften Krankheiten des Pferdes kann es -wie bei klassischen Haustieren auch- schnell zu hohen Belastungen für Sie kommen.

Sinnvoll ist es auch immer, über eine Haftpflichtversicherung nachzudenken. Diese liegt in der Regel bei 300 Euro (im Jahr). Hier lohnt es sich, die einzelnen Preise und Anbieter zu vergleichen.

Die Pferdeschur – so funktioniert alles reibungslos

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Jeder, der ein Pferd sein Eigen nennt, wird früher oder später mit der Frage konfrontiert, ob und wie er die Pferdeschur durchführen möchte. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es hierbei kein Standardprocedere. Vielmehr ist die perfekte Variante der Pferdeschur unter anderem von mehreren Faktoren, beispielsweise vom Pferd selbst und den entsprechenden Haltungsbedingungen, abhängig.

Doch egal, für welche Schurvariante Sie sich entscheiden: besonders wichtig ist es, ausschließlich auf die passenden Werkzeuge zurückzugreifen.

Doch wie sehen diese eigentlich aus? Was brauchen Sie, um Ihr Pferd zu scheren?

Utensilien für die Pferdeschur

Das A und O stellt hierbei eine verlässliche und qualitativ überzeugende Schermaschine dar. Wer hier keine Kompromisse eingeht, kann mitunter viel Zeit sparen.

Achten Sie beim Kauf unter anderem darauf, dass…:

  • die Schermaschine leise arbeitet
  • das Gerät auf der Basis einer breiten Scherfläche funktioniert.

Viele Pferdebesitzer entscheiden sich übrigens zum Kauf einer zweiten, kleineren Schermaschine. Diese kommt dann beispielsweise an „kritischen“ Stellen, wie den Beinen, zum Einsatz.

Besonders wichtig ist es übrigens auch, die Messer des jeweiligen Geräts immer dann auszutauschen, wenn diese beginnen, stumpf zu werden. Sinnvoll ist es hier immer, sich einen kleinen Vorrat an Messern zum Auswechseln anzulegen.

Um die Haltbarkeit der Messer bzw. der Schermaschine zu verlängern, ist es wichtig, dass Sie das Gerät einerseits nicht überhitzen lassen, andererseits nach jeder Verwendung säubern und gegebenenfalls pflegen.

Welche Schurvarianten gibt es?

Wer sich für eine Schur entschieden hat, wird unweigerlich mit mehreren Optionen konfrontiert. Doch wie unterscheiden sich die verschiedenen Schnitte voneinander? Im Folgenden finden Sie ein paar Inspirationen, die Ihnen dabei helfen können, eine passende Variante für Ihr Tier zu finden.

1. Der Vollschnitt
Beim Vollschnitt scheren Sie -bis auf kleine Ausnahmen- das komplette Tier, inklusive Beine).
2. Der Deckenschnitt
Beim Deckenschnitt scheren Sie lediglich den Kopf, den Hals und den Bauch Ihres Tieres.
3. Der Streifenschnitt

Mit Hinblick auf den Streifenschnitt wird zwischen dem mittleren und dem hohen Schnitt unterschieden. Bei der erstgenannten Variante wird, bis auf einen Streifen parallel zur Mähne, den Rücken und die Beine, alles geschoren. Beim hohen Schnitt ist der zur Mähne parallellaufende Streifen deutlich schmaler.

Die Vor- und Nachteile der Pferdeschur

Wie so oft gibt es auch mit Hinblick auf die Pferdeschur Befürworter und Gegner. Ein Nachteil des Scherens liegt darin, dass die Pferde so ihrer Luftschicht beraubt werden und der Körper mehr Schweiß produziert, da dieser durch die fehlenden Haare nicht lange auf der Haut verbleiben kann. Durch die erhöhte Schweißproduktion kommt es zu einem Elektrolyt-Verlust.

Vorteilhaft ist hingegen, dass sich der Schweiß -beispielsweise nach einem längeren Ausritt- nicht allzu lange auf der Haut bzw. im Fell festsetzt und damit das Risiko für Unterkühlungen vermindert werden kann.

Depressionen bei Pferden

Eine Studie hat belegt, dass auch Pferde Depressionen bekommen können. Die Symptome ähneln den der Menschen. Sie werden über einen langen Zeitraum aufgebaut und werden immer schlimmer, bis sie sogar zum Tod eines Tieres führen können. Die Tiere geben sich irgendwann auf, wenn sie merken dass sie ihre Situation nicht mehr positiv beeinflussen können. Sie sollten ihr Pferd deswegen gut beobachten, um so schnell wie möglich bei Verdacht etwas dagegen tun zu können. Oft sind es Tiere die klassisch gehalten werden und häufiger sind es zudem Stuten.

Ist mein Pferd depressiv?

Hier ein paar Tipps worauf sie achten sollten:
Ihr Pferd steht oft auf der Weide regungslos da mit zurückgelegten Ohren, frisst weniger? Sondert sich von den anderen Pferden ab und ist aggressiver oder unterwürfiger? Im Stall steht es nur in der Ecke und schaut nach unten oder ins dunkle, reagiert nicht auf sie wenn sie es ansprechen? Beim Putzen ist das Pferd teilnahmslos oder sogar aggressiv und reagiert nicht mehr auf Krauleinheiten wie früher? Möchte es sich nicht ausreiten lassen und läuft weg oder einfach nicht mehr weiter?

Sollte es der Fall sein das ihr Pferd Depressionen hat, holen sie sich professionelle Hilfe von einem Tierarzt, Trainer oder Verhaltenstherapeuten. Sie sollten bei einem erkrankten Tier das Training am besten reduzieren oder sogar einstellen. Ihn zusammen mit einem fröhlichen, zutraulichen Koppelpartner bringen, zeigt ihm dass das Leben schön ist und die Menschen als Sozialkontakte gut tun. Sie sollten einen sicheren und fairen Umgang mit ihrem Pferd pflegen, damit es ihnen vertraut. Beim Training sollte kein Druck entstehen und es sollte stressfrei für ihr Pferd sein. Durch viel Liebe und Geduld können sie ihr Pferd wieder aus der Depression holen und ihm ein schönes Leben bescheren.

Heu Fütterung

heuraufePferde brauchen Heu und das den ganzen Tag, also morgens, mittags und abends um ihre Verdauung in Schwung zu halten.

Ihr Pferd braucht pro 100kg Körpergewicht etwa 1,5kg Heu und für 1kg Heu braucht es ca. 40 Minuten. Idealerweise wird das Heu nicht portioniert, wie es in manchen Ställen üblich ist, sondern dem Tier den ganzen Tag zur Verfügung stehen. Es gibt ihrem Pferd die nötige Energie die es braucht um Gesund und Fit zu sein.

Zu wenig Heu kann zu Magengeschwüren und Verdauungsstörungen führen. Deswegen sollten sie dafür sorgen, dass ihr Tier immer an welches kommt. Pferde sind viele Stunden am Tag damit beschäftigt zu fressen, um
es aber Abwechslungsreich zu gestalten gibt es mehrere Möglichkeiten.

Heu Füttern um Langeweile zu vermeiden

Es gibt verschiedene Arten von Raufen und Netze, damit es nicht zu eintönig wird. Die Bodennahe Fütterung entspricht Grundsätzlich der Natur, aber nicht jeder Pferdebesitzer ist mit der Bodenfütterung zufrieden. Durch die Bodenfütterung kann das Heu nämlich verschmutzen und unhygienisch werden. Daher gibt es viele andere Methoden, wovon manche Umstritten sind, da sie nicht immer der natürlichen Haltung des Pferdes entsprechen.

Im Netz mit kleineren Maschen etwas höher gehängt, damit das Pferd nicht so leicht dran kommt. Es darf nur nicht zu hoch hängen, da es nicht der natürlichen Haltung des Tieres entspricht. Man sagt die ideale Höhe beträgt ca. 20-30cm über der Standfläche. Bei beschlagenen Pferden sollte auf Netze verzichtet werden. Sie könnten mit den Schenkeln der Hufeisen in den Maschen des Netzes hängen bleiben und sich verletzen.

Heu Raufen

Hier gibt es viele verschiedene. Sie sind zum Teil sehr praktisch, da das Pferd sauber und gut versorgt wird. Das Tier muss es sich durch die Stäbe erst rausziehen und ist somit lange beschäftigt. Dabei sollten die Stäbe nicht scharfkantig sein und zu weit auseinander stehen, damit das Pferd nicht mit den Hufen dazwischen gelangen kann. In die meisten Raufen passt viel Heu rein, dass sie nur einmal am Tag befüllt werden müssen. Es sollte eine Raufe passend zum Tier gewählt werden, so dass sie der natürlichen Haltung entspricht.

In fast jeder Pferdebox, Laufstall und Offenstall lassen sich sowohl Netze, als auch Raufen nachträglich anbringen. Bei anbringen mehrerer Raufen oder Netze im Offenstall kann man sogar für mehr Bewegung sorgen.

Hufrehe erkennen und vorbeugen

Hufrehe vermeidenPferdebesitzer sind im Laufe ihres Reiterlebens immer öfter dazu gezwungen, sich mit dem Thema „Hufrehe“ auseinanderzusetzen. Auch, wenn in der heutigen Zeit durchaus Möglichkeiten existieren, seine Tiere vor dieser Krankheit zu schützen, gibt es dennoch keine absolut sichere Vorbeugung und die Erkrankung ist derart gefährlich, dass sie zum Tode führen kann, wenn sie nicht oder nicht richtig behandelt wird. Wichtig ist es daher, Hufrehe frühzeitig zu erkennen, um gezielt agieren zu können. Wer auf seine Tiere achtet und entsprechend aufmerksam ist, kann schlimme Folgen verhindern.

Definition „Hufrehe“

Bei einem Pferd bzw. Pony, welches an Hufrehe leidet, hat sich die Huflederhaut entzündet. Diese fungiert im gesunden Zustand als perfekte Verbindung zwischen dem Hufbein und der Hornkapsel, die gleichzeitig fest und flexibel ist und damit die Grundlage für eine gesunde Bewegung Ihres Tieres bildet.

Ist genau dieser Übergang entzündet bzw. schwillt an, sprechen die Mediziner von einer Hufrehe. Die Folgen zeigen sich in vielerlei Hinsicht. Durch die Schwellung kann die Verbindung nicht mehr verlässlich arbeiten. Das Hufbein kann sich innerhalb kürzester Zeit lockern, senken und sogar drehen. Das „worst case“-Szenario stellt dann ein Hufbeindurchbruch bzw. das Ausschuhen mit einem Abfallen der Hornkapsel dar. Ich erspare Ihnen die Bilder mal.

Erschreckend ist in diesem Zusammenhang vor allem die schnelle Ausbreitung der Krankheit. Schnelles Handeln ist deshalb das A und O, um Ihr Pferd gut zu pflegen.

Kompostwürmer Misthaufen

Symptome von Hufrehe – worauf sollten Sie achten?

Wer sich ein wenig mit dem Thema „Hufrehe“ auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass es für Pferdebesitzer nicht überdurchschnittlich schwer ist, die Krankheit zu erkennen. So sprechen unter anderem:

  • erste Schmerzanzeichen und langsames Gehen
  • eher kurze Schritte
  • verschlechtertes Gehen (vor allem auf hartem Untergrund)
  • ein Ausstrecken der vorderen Beine im Stehen
  • eine Schwellung des Kronrandes

für eine Entzündung in diesem Bereich. Sollte Ihr Pferd eines oder mehrere dieser Anzeichen aufweisen, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass es unter einem Schub leidet. Sie sollten jedoch definitiv auch in diese Richtung denken, aufmerksam sein und den Tierarzt Ihres Vertrauens lieber einmal zu oft als zu wenig konsultieren.

Ursachen kennen und vermeiden

Die möglichen Ursachen, die innerhalb kürzester Zeit zu einer Hufrehe führen, sind unterschiedlich. In den meisten Fällen bilden jedoch Überlastung, Störungen im Stoffwechsel, Übergewicht und Futter die Basis für die Entzündung. Achten Sie daher unter anderem immer darauf, dass das Futter nicht zu viele leicht-verdauliche Kohlehydrate beinhaltet und stattdessen Heu und Kräuter die Hauptbasis im Ernährungsplan bilden. Die Entzündung kann ebenfalls durch Vergiftungen ausgelöst werden. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass Ihre Tiere bei der Nahrungsaufnahme nicht mit Giftpflanzen bzw. Schimmelpilzen in Berührung kommen.

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Hufrehe und Übergewicht?

Verschiedene Studien haben in der Vergangenheit auch den Zusammenhang zwischen Hufrehe und Übergewicht behandelt. Die Ergebnisse gehen aktuell in eine Richtung, welche die Vermutung bestätigt, dass zu übergewichtige Tiere ein deutlich höheres Risiko in sich tragen, an dieser folgenreichen Entzündung zu erkranken.

Neben dem Faktor Ernährung spielt erfahrungsgemäß auch die Belastung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wichtig ist es daher, beispielsweise langes Laufen auf Asphalt unbedingt zu vermeiden und mit der Bewegung auf weichem Untergrund für eine optimale Versorgung der Huflederhaut zu sorgen.

Mehr Informationen zu dem Thema in dem Buch „Diagnose Hufrehe: Erste Hilfe und Therapie