Wichtige Dinge für eine Pferde-Grundausstattung

Wer sich ein Pferd anschaffen möchte, der benötigt so Einiges für die erste Grundausstattung. Denn nicht nur Sattel und Trense sind hier wichtig, sondern viele weitere Dinge, die man zur Pflege und auch zur Sicherheit der Tiere und für ihr Wohlbefinden benötigt, sind elementar. Dazu gehören die Schutzausrüstung wie Gamaschen und Hofglocken beispielsweise, wie auch die Fliegenhaube für den Sommer, oder auch die dicke Winterdecke für frostige Temperaturen dazu. Aber auch das richtige Futter, die vielen Putzmittel und, und, und.

Damit das Projekt Grundausstattung für den Vierbeiner vielleicht etwas leichter und übersichtlicher vonstatten gehen kann, haben wir hier einmal die wichtigsten Aspekte aufgeführt.

Decken für Sommer und Winter

Die Größe der Decke ist entscheidend für ihre Effektivität. Also exakt das Pferd ausmessen und dann erst einkaufen. Im Sommer haben sich Fliegendecken bewährt, wenn das Tier viel auf die Weide kommt und im Winter sollte man gefütterte Decken kaufen, die nach Grammangaben verschieden gefüttert sind. eine große Auswahl an Decken und Co. findet man auch ganz gut in einem Pferdeshop.

Das Zaumzeug

Auch hier sind das richtige Maß und die optimale Passform wichtig. VB in der Größenangabe steht für Vollblut, COB und  Pony für Ponys und WB fürs Warmblut. Hat das Pferd einen sehr großen Kopf, kann man auch Sondergrößen ergattern in XL WB.

Satteldecken und Pads

Unter den Sattel gehört eine weiche und passende Satteldecke. Hier kann man unterscheiden zwischen Ponygrößen und fürs Warmblut. Aber auch für die Disziplin Springen, Vielseitigkeit (VS) und Dressur. Aber auch Fellpads eignen sich zusätzlich als angenehmer Puffer zwischen Sattel und Decke, Rücken des Pferdes.

Der Sattel

Man sollte keinesfalls sich selbst auf die Suche nach einem Sattel machen, ihn womöglich günstig gebraucht kaufen und direkt unangepasst nutzen. Das kann am Ende sehr teuer werden und sehr schmerzhaft fürs Tier. Am besten den Sattler kommen lassen, der vor Ort einen exakt passenden Sattel für die jeweiligen Disziplin und den Gebrauch anfertigen kann.

Gamaschen und Bandagen

Grundsätzlich kann ein Pferd immer ohne diese Schutzmaßnahmen auskommen. Doch wenn leichte Stellungsfehler beim Pferd vorhanden sind und das Gangbild leicht von der Norm abweicht, kann sich ein Pferd schnell einmal an den Beinen streichen und selbst verletzen. Da sind Streichkappen oder auch Gamaschen und Hufglocken nicht verkehrt. Auch beim Springen sollte ein Schutz auf die Beine. Bandagen dienen eher dem Erscheinungsbild und werden meist in der Dressur genutzt. Hier muss man aufpassen, dass diese nicht zu eng geschnürt werden. Passende Unterlagen sind hier nie verkehrt.

Richtiges Futter

Das Futter spielt eine große Rolle und sorgt für die Gesundheit des Tieres. Am besten sollte das Pferd in einer Pferdebox aufgestallt sein, welche große genug sein sollte. Das Pferde sollte hier aber nur einen Teil des Tages oder nur zur Nacht verbringen und hauptsächlich viel Freilauf genießen können. Täglicher Weidegang, Training und Auslauf en Masse sind maßgeblich fürs Wohlbefinden des Pferdes. Das Futter sollte aus im Idealfall Hafer, Müsli oder Pellets bestehen und viel Heu, möglichst rund um die Uhr. Die Einstreu kann aus Stroh oder auch Späne bestehen.

 

Was sollten Reiter NICHT tun?

Wer sich als Reiter mit Ratgebern auseinandersetzt, stößt oft auf verschiedene Tipps und Ratschläge. Doch was sollten Reiter eigentlich NICHT tun? Gibt es No Go’s im Umgang mit Pferden, die die Beziehung zwischen Mensch und Tier nachhaltig schädigen können? Ja! Und genau auf diese soll in den nächsten Abschnitten eingegangen werden.

Punkt Nr. 1: das Bandagieren

Beim Bandagieren handelt es sich um eine Technik, auf die vor allem dann zurückgegriffen wird, wenn die Pferdebeine anschwellen. Der Schein trügt jedoch! Denn: ein Bein, das bandagiert wurde, wirkt im ersten Moment nur schlanker, ist es jedoch nicht wirklich. Zudem wird der Lymphfluss behindert und Giftstoffe können dementsprechend nicht aus dem Gewebe abtransportiert werden.

Die bessere Alternative: Bewegung!

Kompostwürmer fressen Pferdemist
Kompostwürmer fressen Pferdemist

Punkt Nr. 2: die Gamaschen

Gamaschen werden oft mit dem Wunsch verbunden, Verletzungen vorzubeugen. Wirklich starke Stöße können mit ihrer Hilfe jedoch nicht abgefangen werden. Leider sammeln sich unter den Gamaschen auch auf kleine Steine, die zu schmerzhaften Kratzern führen können. Vor allem bei hohen Temperaturen sollten Gamaschen nicht getragen werden, da sie einen Hitzestau verursachen können. Übrigens: Gamaschen, die mit Eis versehen wurden, um die Beine zu kühlen, sind ebenfalls eine schlechte Idee. Sie können sogar das Gegenteil bewirken und einen Hitzestau hervorrufen.

Punkt Nr. 3: zu wenig Auslauf

Auch wenn viele Pferde einen Großteil des Tages stehen und fressen, bedeutet dies nicht, dass sie keinen Bewegungsdrang verspüren würden. Im Gegenteil! Über einzelne Tobe-Einheiten, werden Stress und Co. abgebaut. Wer seinem Pferd diesen Freiraum nicht bietet, läuft Gefahr, dass das Tier seinen Bewegungsdrang beim Reiten abbaut. Regelmäßige Ausflüge zu den tierischen Freunden auf die Koppel sind dementsprechend Pflicht für einen ausgeglichenen Charakter. 

Punkt Nr. 4: ein zu schneller Start

Damit Pferde sicher und gesund geritten werden können, braucht es – gerade in den kälteren Monaten – eine ausreichend lange Aufwärmzeit. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte immer etwa 30 Minuten zum klassischen „Warm Up“ hinzurechnen. Dabei ist es egal, in welcher Art von Stall das Tier steht und wie wettergeschützt die Umgebung ist.

Mit einer ausreichend langen Aufwärmzeit kann Verletzungen oft vorgebeugt werden.

Punkt Nr. 5: Ausruhen, ausruhen, ausruhen? Bitte nicht!

Manche Menschen sind der Meinung, dass auch Pferde den berühmten „Day off“ gerne genießen. Hierbei handelt es sich aber um einen Trugschluss. Denn: die Tiere bzw. ihr Bewegungsapparat sind auf regelmäßiges Reiten bzw. Spazierengehen und Toben auf der Koppel angewiesen. Ansonsten drohen unter anderem Probleme mit der Verdauung und der Durchblutung.

Doch auch das Gegenteil, ein zu intensives Training, kann dem Tier schaden. Hier steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sehnen überlastet und verletzt werden. Daher sollte einer Überreizung hier unbedingt vorgebeugt werden.

Punkt Nr. 6: zu viel Futter

Zugegeben: ein Pferd, das „ein wenig mehr“ auf den Rippen hat, mag knuffig aussehen. Gesund sind die Extra-Kilos jedoch auf keinen Fall. Denn: unter ihnen werden die Gelenke zu stark belastet. Hier drohen Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Arthrose. „Ganz nebenbei“ empfinden viele Tiere das Reiten mit der Zeit als sehr schmerzhaft, was wiederrum zu Bocken und sogar zu Abwürfen führen kann. 

Punkt Nr. 7: den Untergrund vernachlässigen

Wer regelmäßig joggt, weiß, dass der Untergrund eine entscheidende Rolle beim Laufen spielt. Dementsprechend stellt es auch eine schlechte Idee dar, unbedacht und – im wahrsten Sinne des Wortes – über Stock und Stein (oder über Beton) zu galoppieren. Je nach Untergrund können die Gelenke Schaden nehmen. Daher gilt: bitte ihm Zweifel immer „nur“ Schritt reiten.

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Mag mein Pferd mich eigentlich?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die sich sicherlich jeder Pferdebesitzer schon einmal gestellt hat. Irgendwie hat es manchmal den Anschein, als könne man dem eigenen Pferd doch nur vor den Kopf schauen, oder nicht?

Glücklicherweise gibt es jedoch einige Anzeichen, die aufzeigen können, dass die Verbindung zwischen Tier und Mensch (hoffentlich) so eng ist, wie insgeheim gehofft. Dennoch sollten sich Reiter immer wieder in Erinnerung rufen, dass Pferde Zuneigung höchstwahrscheinlich anders empfinden als Menschen. Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass mit „pferdischer Zuneigung“ ein positives Gefühl mit einem hohen Vertrauensfaktor verbunden ist, das jedoch nicht mit der menschlich empfundenen Liebe verglichen werden kann.

Die folgenden Anzeichen sprechen dafür, dass das Pferd sich bei „seinem Menschen“ wohlfühlt.

Anzeichen Nr. 1: die Suche nach Nähe

Hier ähneln sich Mensch und Tier ungemein. Denn: wenn das Pferd offensichtlich Wert darauf legt, bei seinem Besitzer zu sein und gern neben ihm läuft bzw. seine Nähe sucht, kann dies als „Liebesbeweis“ (oder zumindest als Zuneigungsbeweis) angesehen werden.

Kompostwürmer fressen Pferdemist
Kompostwürmer fressen Pferdemist

Selbstverständlich kann dies nur dann gelten, wenn sich das Pferd vollkommen freiwillig genähert hat. Übrigens: ist die Zuneigung besonders stark ausgeprägt, haben besonders mutige Tiere auch kein Problem damit, ihre Reiter ohne Strick und Co. auf unebenes Gelände zu begleiten. Sollte ein Pferd jedoch ZU anhänglich werden, kann es auch sein, dass ihm ein adäquater Sozialpartner fehlt. In diesem Fall ist es wichtig, die Haltungsbedingungen zu checken und in Frage zu stellen.

Anzeichen Nr. 2: ein entspanntes Tier

Pferde sich Fluchttiere und dementsprechend schnell in Alarmbereitschaft. Kann sich das Tier aber bei seinem Besitzer entspannen, zeugt dies von einem besonders hohen Vertrauen. Äußerlich lässt sich ein relaxtes Pferd an seiner leicht herabhängenden Unterlippe erkennen. Einige Tiere knicken auch eines der beiden Hinterbeine ein und stehen entsprechend „angeknickt“.

Achtung: Tiere, die nie entspannen, wenn der Reiter in der Nähe ist, könnten sich tatsächlich gestresst von ihrem „zweibeinigen Kumpel“ fühlen. Umso wichtiger ist es, regelmäßig Trainingspause in den Alltag zu integrieren, um dem Pferd zu zeigen, dass es vollkommen in Ordnung ist, seine (tierische) Freizeit zu genießen.

 Anzeichen Nr. 3: die Begrüßung

Ob ein Pferd auf der Wiese stehen bleibt oder dem Besitzer freudig entgegenläuft, kann auch aufzeigen, wie stark die Zuneigung von Seiten des Tieres empfunden wird. Im Idealfall nähert sich das Pferd dem Besitzer, stupst es leicht an und schnuppert an der Hand. Hier gilt es jedoch klar zu differenzieren: Freut sich das Pferd darüber, dass sein Besitzer da ist oder darüber, dass dieser so gut wie immer Leckerchen dabei hat?

Zudem gibt es auch Zeichen, die fälschlicherweise als Zuneigung interpretiert werden, aber eher unnatürlich sind. Ein Pferd, das sich an seinem Reiter reibt, möchte in der Regel keineswegs sagen „Ich fühle mich bei dir wohl!“. Oft handelt es sich hierbei um ein konditioniertes Verhalten, das – so lustig es klingen mag – oft lediglich der Fellpflege dient.

Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, klar Grenzen zu setzen und zu zeigen, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist. Ein sanftes Zurückschieben kann hier schon helfen, um die Situation langfristig zu klären.

Fazit

Auch wenn Pferde Zuneigung anders interpretieren als Menschen, gibt es durchaus Wege, wie beide miteinander kommunizieren und sich zeigen können, dass sie sich mögen.

Die drei genannten Anzeichen können wunderbar als Interpretationsgrundlage genutzt werden. Um jedoch schlussendlich wirklich festzustellen, wie stark das Band zwischen Pferd und Reiter ist, müssen natürlich auch noch weitere Details beachtet werden. Jede Beziehung zwischen Lebewesen ist individuell.

Wussten Sie, dass sich Pferde im Stall auch schnell langweilen können?

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Fliegen auf natürliche Art vertreiben

Welcher Pferdehalter kennt es nicht? An heißen Sommertagen wird das arme Tier von Fliegen, Bremsen, Kriebelmücken und Zecken gepiesackt. Diese Tierchen sind nicht nur nervig für Pferd und Reiter, sie können auch Ursache für verschiedene Krankheiten sein. Im Folgenden haben wir daher ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt, um der Invasion der Krabbeltiere vorzubeugen und Ihrem Liebling entspannte sonnige Tage auf der Weide zu ermöglichen.

Fliegensprays für Pferde

Fliegensprays sind eine einfache und wirkungsvolle Methode, Pferde vor den Plagegeistern zu schützen. Doch Vorsicht! Viele herkömmliche Sprays sind im Grunde hochgiftig. Sie enthalten chemische Stoffe, wie z.B. Deithyltoluamid, Icaridin oder Permethrin, die allesamt starke Nebenwirkungen haben und zudem der Umwelt schaden können.

Stellen Sie stattdessen Ihr eigenes tier- und umweltfreundliches Fliegenspray her: Dazu mischen Sie einfach 500ml Fellpflegemittel oder Bio-Apfelessig mit 500 ml Wasser und geben noch etwa 200ml Schwarzkümmelöl hinzu. Sie können auch noch einige Tropfen anderer ätherischer Öle dazunehmen, wie z.B. Thymian, Rosmarin, Citronella, Neemöl, Geranienöl oder Teebaumöl (Die Öle erhalten Sie übrigens in der Apotheke oder im Reformhaus). Die Mischung dann kräftig schütteln. Zunächst sollten Sie das Spray an einzelnen Stellen am Körper des Pferdes testen, um sicher zu gehen, dass keine Allergien vorliegen. Sieht alles gut aus, kann das Pferd damit 1-2 mal am Tag eingesprüht werden. Für den Kopf des Pferdes können Sie etwas von dem Spray auf die Hände sprühen und damit vorsichtig über die Ohren fahren. Das schreckt die Plagegeister ab und pflegt gleichzeitig juckende Stellen. Sparen Sie aber bitte Sattel- und Gurtlage aus, denn sonst entsteht durch die Reibung beim Reiten Hitze, die zu Verbrennungen führen kann.

Shampoo für Pferde

Kompostwürmer fressen Pferdemist
Kompostwürmer fressen Pferdemist

Beginnen Sie am besten bei den Hufen und arbeiten sich dann langsam vor, damit das verschwitzte Pferd nicht vom kalten Wasser einen Kreislaufkollaps bekommt.

Sauberkeit auf der Weide und im Stall

Entsorgen Sie regelmäßig die Pferdeäpfel, denn diese ziehen Fliegen geradezu magisch an. Sorgen Sie dafür, dass insbesondere der Stall regelmäßig gut gelüftet wird. Beim Putzen des Stalls empfehlen wir effektive Mikroorganismen. Auch Tränken und Futtertröge müssen immer wieder gut gereinigt werden. Zusätzlich können Sie ein paar natürliche Fliegenfallen aufstellen.

Weitere hilfreiche Tricks

Viele Pferde ziehen sie nach einer Weile freiwillig und gerne an, weil sie merken, dass diese Masken ihre empfindlichen Augen und Nüstern vor den fiesen Plagegeistern schützen. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Liebling noch ein paar schöne Sommertage mit viel Sonne und ohne fiese Plagegeister!

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Der PVC Vorhang im Pferdestall

Ein PVC Vorhang gehört mittlerweile für immer mehr Pferdebesitzer und ihre Tiere zum Alltag. Kein Wunder! Immerhin bieten die PVC Streifen viele Vorteile. So stellt ein entsprechender Vorhang weit mehr als einen klassischen Sichtschutz dar! Auch gerade auf funktionaler Ebene unterstreichen die besonderen „Stallaccessoires“ einen hohen Anspruch.

Ein PVC Vorhang als schützende „Stalltür“

PVC Vorhänge werden in der Regel direkt im Stall- bzw. Boxeingang platziert. Hier schützen die entsprechenden Vorrichtungen die Tiere unter anderem vor…:
• Zugluft
• extremen Temperaturen
• Mücken und Co..
Durch die Installation der Vorhänge kann das Wohlbefinden der Pferde damit auf besondere Weise gesteigert werden.

Besonders ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die beliebten PVC Elemente sowohl im Offenstall als auch mit Hinblick auf einen klassischen Durchgang installiert werden können. Die verschiedenen Elemente lassen sich auf besonders komfortable Weise an die Gegebenheiten vor Ort anpassen und stellen den Nutzer im Zuge der Fixierung vor keine großen handwerklichen Herausforderungen.

So gewöhnt sich das Pferd an den PVC Vorhang

Auch wenn ein klassischer PVC Vorhang für den Menschen einen recht unscheinbaren Eindruck vermitteln mag, so ist die Wahrscheinlichkeit dennoch hoch, dass die Tiere zunächst ein wenig Zeit brauchen, um sich an das neue „Accessoire“ in ihrem Zuhause zu gewöhnen.
Hierbei erweist es sich als besonders vorteilhaft, dass der Vorhang aus mehreren Streifen besteht. Sinnvoll ist es daher, circa jeden zweiten Tag einen Streifen mehr aufzuhängen und das Pferd so langsam an die Installation zu gewöhnen. Wie immer gilt es hierbei, das betreffende Tier zu beobachten. Gegebenenfalls brauchen manche Pferde einen Tag länger, um die neuen Umstände im Stall zu akzeptieren. In der Regel stellt eine Umgewöhnung hier jedoch absolut keine große Herausforderung dar.

Eine einfache Installation und ein hoher Nutzerkomfort

Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren PVC Streifenvorhang ideal an die Verhältnisse (und Abmessungen) vor Ort anzupassen. Somit stellen weder Installation noch Pflege und Reinigung eine große Herausforderung im Stallalltag dar. So werden die entsprechenden Elemente einfach an den hierfür vorgesehenen Haken eingehängt und verfügen dann über ausreichend Flexibilität, um sich an die Bewegungen der Tiere anzupassen.

Selbstverständlich bestehen sowohl Hakenleiste als auch Montagependel aus rostfreiem Edelstahl, so dass einer langen Haltbarkeit und einem hohen Maß an Stabilität nichts mehr im Wege steht.

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Was kostet ein Pferd?

Pferdeblick
©Kvaka9 | Dreamstime.com

Nach einigen Jahren des aktiven Reitsportes ist es oftmals der Wunsch eines jeden Reiters ein eigenes Pferd zu besitzen. Leider zählt ein Pferd zu den teureren Varianten der Tierhaltung. Deshalb ist es immer wichtig, sich im Vorfeld der Anschaffung darüber klar zu werden, inwieweit das Pferd das Budget belastet.

Ein Preis für das Tier selbst kann pauschal nicht benannt werden. Pferdekosten sind je nach Rasse, Zucht, Abstammung oder Eignung sehr unterschiedlich. So könnte ein Pony beispielsweise 500 Euro, eines der weltbesten Pferde bis zu 5 Millionen Euro kosten. Sie sehen also, dass die Preisspanne ziemlich beeindruckend sein kann.

Kompostwürmer fressen Pferdemist
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Die „Grundausstattung“

Bevor Sie sich überhaupt mit dem Kauf des Tieres selbst befassen, müssen zunächst einmal die Grundvoraussetzung für die Pferdehaltung erfüllt sein. Wichtig ist es hier, den Preis für Reitausstattung und Pflegezubehör nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein Sattel von hoher Qualität kann leicht bis zu 3.500 Euro kosten,… ohne Steigbügel und Gurt. Hinzu kommen natürlich noch Pflegeutensilien wie Bürsten und Zubehör wie Zaumzeug. All das kann nochmals mit 3.000 Euro zu Buche schlagen.

Laufende Pferdekosten

Nach der Anschaffung des Pferdes werden die laufenden Kosten aktuell. Die entsprechende Liste startet mit der Unterbringung des Tieres. Stallmieten können je nach Lage, Größe und Versorgung mit bis zu 600 Euro zu Buche schlagen. Dabei wäre die Unterbringung im Pensionsstall in der Regel mit 300 bis 600 Euro am teuersten, allerdings profitiert Ihr Pferd hier von einer Komplett-Versorgung, Ausmisten des Stalls und täglichem Herausbringen auf die Koppel.

In Offenstallhaltung liegen die Kosten bei 100 – 250 Euro, allerdings sind hierbei deutlich weniger Leistungen inbegriffen. Hinzu kommen dann noch die Kosten für den Hufschmied, die alle sechs bis neun Wochen anfallen und bei circa 15 Euro für das Ausschneiden, über 30 Euro für Teilbeschlag bis zu 100 Euro für Vollbeschlag liegen.

Außerdem muss Ihr Pferd medizinisch, beispielsweise im Zusammenhang mit einer Impfung oder Wurmkur, versorgt werden. Diese Kosten lassen sich zwar gut einplanen, aber: bei ernsthaften Krankheiten des Pferdes kann es -wie bei klassischen Haustieren auch- schnell zu hohen Belastungen für Sie kommen.

Sinnvoll ist es auch immer, über eine Haftpflichtversicherung nachzudenken. Diese liegt in der Regel bei 300 Euro (im Jahr). Hier lohnt es sich, die einzelnen Preise und Anbieter zu vergleichen.

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Die Pferdeschur – so funktioniert alles reibungslos

Pferdeblick
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Jeder, der ein Pferd sein Eigen nennt, wird früher oder später mit der Frage konfrontiert, ob und wie er die Pferdeschur durchführen möchte. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es hierbei kein Standardprocedere. Vielmehr ist die perfekte Variante der Pferdeschur unter anderem von mehreren Faktoren, beispielsweise vom Pferd selbst und den entsprechenden Haltungsbedingungen, abhängig.

Doch egal, für welche Schurvariante Sie sich entscheiden: besonders wichtig ist es, ausschließlich auf die passenden Werkzeuge zurückzugreifen.

Doch wie sehen diese eigentlich aus? Was brauchen Sie, um Ihr Pferd zu scheren?

Utensilien für die Pferdeschur

Das A und O stellt hierbei eine verlässliche und qualitativ überzeugende Schermaschine dar. Wer hier keine Kompromisse eingeht, kann mitunter viel Zeit sparen.

Achten Sie beim Kauf unter anderem darauf, dass…:

  • die Schermaschine leise arbeitet
  • das Gerät auf der Basis einer breiten Scherfläche funktioniert.

Viele Pferdebesitzer entscheiden sich übrigens zum Kauf einer zweiten, kleineren Schermaschine. Diese kommt dann beispielsweise an „kritischen“ Stellen, wie den Beinen, zum Einsatz.

Kompostwürmer fressen Pferdemist
Kompostwürmer fressen Pferdemist

Besonders wichtig ist es übrigens auch, die Messer des jeweiligen Geräts immer dann auszutauschen, wenn diese beginnen, stumpf zu werden. Sinnvoll ist es hier immer, sich einen kleinen Vorrat an Messern zum Auswechseln anzulegen.

Um die Haltbarkeit der Messer bzw. der Schermaschine zu verlängern, ist es wichtig, dass Sie das Gerät einerseits nicht überhitzen lassen, andererseits nach jeder Verwendung säubern und gegebenenfalls pflegen.

Welche Schurvarianten gibt es?

Wer sich für eine Schur entschieden hat, wird unweigerlich mit mehreren Optionen konfrontiert. Doch wie unterscheiden sich die verschiedenen Schnitte voneinander? Im Folgenden finden Sie ein paar Inspirationen, die Ihnen dabei helfen können, eine passende Variante für Ihr Tier zu finden.

1. Der Vollschnitt
Beim Vollschnitt scheren Sie -bis auf kleine Ausnahmen- das komplette Tier, inklusive Beine).
2. Der Deckenschnitt
Beim Deckenschnitt scheren Sie lediglich den Kopf, den Hals und den Bauch Ihres Tieres.
3. Der Streifenschnitt

Mit Hinblick auf den Streifenschnitt wird zwischen dem mittleren und dem hohen Schnitt unterschieden. Bei der erstgenannten Variante wird, bis auf einen Streifen parallel zur Mähne, den Rücken und die Beine, alles geschoren. Beim hohen Schnitt ist der zur Mähne parallellaufende Streifen deutlich schmaler.

Die Vor- und Nachteile der Pferdeschur

Wie so oft gibt es auch mit Hinblick auf die Pferdeschur Befürworter und Gegner. Ein Nachteil des Scherens liegt darin, dass die Pferde so ihrer Luftschicht beraubt werden und der Körper mehr Schweiß produziert, da dieser durch die fehlenden Haare nicht lange auf der Haut verbleiben kann. Durch die erhöhte Schweißproduktion kommt es zu einem Elektrolyt-Verlust.

Vorteilhaft ist hingegen, dass sich der Schweiß -beispielsweise nach einem längeren Ausritt- nicht allzu lange auf der Haut bzw. im Fell festsetzt und damit das Risiko für Unterkühlungen vermindert werden kann.

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Heu Fütterung

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Pferde brauchen Heu und das den ganzen Tag, also morgens, mittags und abends um ihre Verdauung in Schwung zu halten.

Ihr Pferd braucht pro 100kg Körpergewicht etwa 1,5kg Heu und für 1kg Heu braucht es ca. 40 Minuten. Idealerweise wird das Heu nicht portioniert, wie es in manchen Ställen üblich ist, sondern dem Tier den ganzen Tag zur Verfügung stehen. Es gibt ihrem Pferd die nötige Energie die es braucht um Gesund und Fit zu sein.

Zu wenig Heu kann zu Magengeschwüren und Verdauungsstörungen führen. Deswegen sollten sie dafür sorgen, dass ihr Tier immer an welches kommt. Pferde sind viele Stunden am Tag damit beschäftigt zu fressen, um
es aber Abwechslungsreich zu gestalten gibt es mehrere Möglichkeiten.

Heu Füttern um Langeweile zu vermeiden

Es gibt verschiedene Arten von Raufen und Netze, damit es nicht zu eintönig wird. Die Bodennahe Fütterung entspricht Grundsätzlich der Natur, aber nicht jeder Pferdebesitzer ist mit der Bodenfütterung zufrieden. Durch die Bodenfütterung kann das Heu nämlich verschmutzen und unhygienisch werden. Daher gibt es viele andere Methoden, wovon manche Umstritten sind, da sie nicht immer der natürlichen Haltung des Pferdes entsprechen.

Im Netz mit kleineren Maschen etwas höher gehängt, damit das Pferd nicht so leicht dran kommt. Es darf nur nicht zu hoch hängen, da es nicht der natürlichen Haltung des Tieres entspricht. Man sagt die ideale Höhe beträgt ca. 20-30cm über der Standfläche. Bei beschlagenen Pferden sollte auf Netze verzichtet werden. Sie könnten mit den Schenkeln der Hufeisen in den Maschen des Netzes hängen bleiben und sich verletzen.

Kompostwürmer fressen Pferdemist
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Heu Raufen

Hier gibt es viele verschiedene. Sie sind zum Teil sehr praktisch, da das Pferd sauber und gut versorgt wird. Das Tier muss es sich durch die Stäbe erst rausziehen und ist somit lange beschäftigt. Dabei sollten die Stäbe nicht scharfkantig sein und zu weit auseinander stehen, damit das Pferd nicht mit den Hufen dazwischen gelangen kann. In die meisten Raufen passt viel Heu rein, dass sie nur einmal am Tag befüllt werden müssen. Es sollte eine Raufe passend zum Tier gewählt werden, so dass sie der natürlichen Haltung entspricht.

In fast jeder Pferdebox, Laufstall und Offenstall lassen sich sowohl Netze, als auch Raufen nachträglich anbringen. Bei anbringen mehrerer Raufen oder Netze im Offenstall kann man sogar für mehr Bewegung sorgen.

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Hufrehe erkennen und vorbeugen

Hufrehe vermeidenPferdebesitzer sind im Laufe ihres Reiterlebens immer öfter dazu gezwungen, sich mit dem Thema „Hufrehe“ auseinanderzusetzen. Auch, wenn in der heutigen Zeit durchaus Möglichkeiten existieren, seine Tiere vor dieser Krankheit zu schützen, gibt es dennoch keine absolut sichere Vorbeugung und die Erkrankung ist derart gefährlich, dass sie zum Tode führen kann, wenn sie nicht oder nicht richtig behandelt wird. Wichtig ist es daher, Hufrehe frühzeitig zu erkennen, um gezielt agieren zu können. Wer auf seine Tiere achtet und entsprechend aufmerksam ist, kann schlimme Folgen verhindern.

Definition „Hufrehe“

Bei einem Pferd bzw. Pony, welches an Hufrehe leidet, hat sich die Huflederhaut entzündet. Diese fungiert im gesunden Zustand als perfekte Verbindung zwischen dem Hufbein und der Hornkapsel, die gleichzeitig fest und flexibel ist und damit die Grundlage für eine gesunde Bewegung Ihres Tieres bildet.

Ist genau dieser Übergang entzündet bzw. schwillt an, sprechen die Mediziner von einer Hufrehe. Die Folgen zeigen sich in vielerlei Hinsicht. Durch die Schwellung kann die Verbindung nicht mehr verlässlich arbeiten. Das Hufbein kann sich innerhalb kürzester Zeit lockern, senken und sogar drehen. Das „worst case“-Szenario stellt dann ein Hufbeindurchbruch bzw. das Ausschuhen mit einem Abfallen der Hornkapsel dar. Ich erspare Ihnen die Bilder mal.

Erschreckend ist in diesem Zusammenhang vor allem die schnelle Ausbreitung der Krankheit. Schnelles Handeln ist deshalb das A und O, um Ihr Pferd gut zu pflegen.

Kompostwürmer Misthaufen

Symptome von Hufrehe – worauf sollten Sie achten?

Wer sich ein wenig mit dem Thema „Hufrehe“ auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass es für Pferdebesitzer nicht überdurchschnittlich schwer ist, die Krankheit zu erkennen. So sprechen unter anderem:

  • erste Schmerzanzeichen und langsames Gehen
  • eher kurze Schritte
  • verschlechtertes Gehen (vor allem auf hartem Untergrund)
  • ein Ausstrecken der vorderen Beine im Stehen
  • eine Schwellung des Kronrandes

für eine Entzündung in diesem Bereich. Sollte Ihr Pferd eines oder mehrere dieser Anzeichen aufweisen, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass es unter einem Schub leidet. Sie sollten jedoch definitiv auch in diese Richtung denken, aufmerksam sein und den Tierarzt Ihres Vertrauens lieber einmal zu oft als zu wenig konsultieren.

Ursachen kennen und vermeiden

Die möglichen Ursachen, die innerhalb kürzester Zeit zu einer Hufrehe führen, sind unterschiedlich. In den meisten Fällen bilden jedoch Überlastung, Störungen im Stoffwechsel, Übergewicht und Futter die Basis für die Entzündung. Achten Sie daher unter anderem immer darauf, dass das Futter nicht zu viele leicht-verdauliche Kohlehydrate beinhaltet und stattdessen Heu und Kräuter die Hauptbasis im Ernährungsplan bilden. Die Entzündung kann ebenfalls durch Vergiftungen ausgelöst werden. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass Ihre Tiere bei der Nahrungsaufnahme nicht mit Giftpflanzen bzw. Schimmelpilzen in Berührung kommen.

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Hufrehe und Übergewicht?

Verschiedene Studien haben in der Vergangenheit auch den Zusammenhang zwischen Hufrehe und Übergewicht behandelt. Die Ergebnisse gehen aktuell in eine Richtung, welche die Vermutung bestätigt, dass zu übergewichtige Tiere ein deutlich höheres Risiko in sich tragen, an dieser folgenreichen Entzündung zu erkranken.

Neben dem Faktor Ernährung spielt erfahrungsgemäß auch die Belastung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wichtig ist es daher, beispielsweise langes Laufen auf Asphalt unbedingt zu vermeiden und mit der Bewegung auf weichem Untergrund für eine optimale Versorgung der Huflederhaut zu sorgen.

Mehr Informationen zu dem Thema in dem Buch „Diagnose Hufrehe: Erste Hilfe und Therapie

 

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