Die Pferdeschur – so funktioniert alles reibungslos

Pferdeblick
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Jeder, der ein Pferd sein Eigen nennt, wird früher oder später mit der Frage konfrontiert, ob und wie er die Pferdeschur durchführen möchte. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es hierbei kein Standardprocedere. Vielmehr ist die perfekte Variante der Pferdeschur unter anderem von mehreren Faktoren, beispielsweise vom Pferd selbst und den entsprechenden Haltungsbedingungen, abhängig.

Doch egal, für welche Schurvariante Sie sich entscheiden: besonders wichtig ist es, ausschließlich auf die passenden Werkzeuge zurückzugreifen.

Doch wie sehen diese eigentlich aus? Was brauchen Sie, um Ihr Pferd zu scheren?

Utensilien für die Pferdeschur

Das A und O stellt hierbei eine verlässliche und qualitativ überzeugende Schermaschine dar. Wer hier keine Kompromisse eingeht, kann mitunter viel Zeit sparen.

Achten Sie beim Kauf unter anderem darauf, dass…:

  • die Schermaschine leise arbeitet
  • das Gerät auf der Basis einer breiten Scherfläche funktioniert.

Viele Pferdebesitzer entscheiden sich übrigens zum Kauf einer zweiten, kleineren Schermaschine. Diese kommt dann beispielsweise an „kritischen“ Stellen, wie den Beinen, zum Einsatz.

Besonders wichtig ist es übrigens auch, die Messer des jeweiligen Geräts immer dann auszutauschen, wenn diese beginnen, stumpf zu werden. Sinnvoll ist es hier immer, sich einen kleinen Vorrat an Messern zum Auswechseln anzulegen.

Um die Haltbarkeit der Messer bzw. der Schermaschine zu verlängern, ist es wichtig, dass Sie das Gerät einerseits nicht überhitzen lassen, andererseits nach jeder Verwendung säubern und gegebenenfalls pflegen.

Welche Schurvarianten gibt es?

Wer sich für eine Schur entschieden hat, wird unweigerlich mit mehreren Optionen konfrontiert. Doch wie unterscheiden sich die verschiedenen Schnitte voneinander? Im Folgenden finden Sie ein paar Inspirationen, die Ihnen dabei helfen können, eine passende Variante für Ihr Tier zu finden.

1. Der Vollschnitt
Beim Vollschnitt scheren Sie -bis auf kleine Ausnahmen- das komplette Tier, inklusive Beine).
2. Der Deckenschnitt
Beim Deckenschnitt scheren Sie lediglich den Kopf, den Hals und den Bauch Ihres Tieres.
3. Der Streifenschnitt

Mit Hinblick auf den Streifenschnitt wird zwischen dem mittleren und dem hohen Schnitt unterschieden. Bei der erstgenannten Variante wird, bis auf einen Streifen parallel zur Mähne, den Rücken und die Beine, alles geschoren. Beim hohen Schnitt ist der zur Mähne parallellaufende Streifen deutlich schmaler.

Die Vor- und Nachteile der Pferdeschur

Wie so oft gibt es auch mit Hinblick auf die Pferdeschur Befürworter und Gegner. Ein Nachteil des Scherens liegt darin, dass die Pferde so ihrer Luftschicht beraubt werden und der Körper mehr Schweiß produziert, da dieser durch die fehlenden Haare nicht lange auf der Haut verbleiben kann. Durch die erhöhte Schweißproduktion kommt es zu einem Elektrolyt-Verlust.

Vorteilhaft ist hingegen, dass sich der Schweiß -beispielsweise nach einem längeren Ausritt- nicht allzu lange auf der Haut bzw. im Fell festsetzt und damit das Risiko für Unterkühlungen vermindert werden kann.

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